Books for writers – advice, tips and tricks

If you read, you learn something new every day.

Currently I am reading How NOT to Write a Novel: 200 Mistakes to avoid at All Costs if You Ever Want to Get Published by Sandra Newman and Howard Mittelmark. Today I finished Part 1 where they describe plot related common mistakes new writers often do. Some of the points they bring up I knew already. Some issues were new to me – or at least I never thought about them in the way they are described and explained. Of course it all makes perfect sense as soon as you read it in the book.

The best points for me – either as new or as a good reminder of something I already knew – were

  • everything I include is my own conscious choice so I better make it count. If I do mention something, it should have some meaning to the story. Otherwise the reader will be disappointed. This includes characters, items, obstacles or other issues I mention
  • if characters got some special traits or abilities which will be important in the plot I can’t wait to the point those become relevant and just dump it on the reader. I will need to weave it in beforehand so it does not come as a “oh – I just save the day with my special skill I never mentioned before now”- moment.
  • I already knew never to repeat information I already gave to the reader. What was new was that I should avoid “scenes with similar settings for a specific issue” too. No déjà vu, please.
  • Don’t dispose of evil adversaries to easily. If they bother my protagonist, they can’t disappear conveniently.
  • Don’t cheat at the end. There are no miracle solutions coming pulled out of thin air. If the lead does not solve the issues in a satisfying way, then the ending is rubbish.

And now – Part two of the book!

Camping vom Feinsten

Schon fast 10 Tage sind vorbei und ich will nie wieder weg. Es ist sonnig, es ist warm, eine leichte Briese kommt vom Meer herüber, der Prosecco fließt. Urlaub, wie er sein soll. Als wir letztes Jahr hier waren, sind wir vor der Abfahrt herumgegangen und haben uns schöne Plätze ausgeguckt. Schließlich wollten wir bei der Reservierung für den kommenden Sommer eine informierte Entscheidung treffen können. Ein guter Platz hat ein paar Merkmale: a) Idealerweise ist es ein schattiger Platz. Wenn dir die italienische Sommersonne den ganzen Tag lang gnadenlos aufs Wohnmobildach brennt, gibt auch die beste Klimaanlage auf. Und dein Gehirn gleich mit. b) Nicht zu nah und nicht zu weit vom Sanitärgebäude. Ja, wir haben Klo und Dusche im WoMo, aber ich bin nicht böse, wenn die Familie ihr Geschäft anderorten verrichtet. So eine volle Toilettenkassette ist schwer und die Entsorgung nicht sonderlich angenehm. Zu nah am Sanitärgebäude aber bitte auch nicht, denn der Trubel dort geht schon ganz früh los. Mal ganz abgesehen vom „Vogelgezwitscher im europäischen Mischwald“-Tape, dass rund um die Uhr läuft. c) Nicht zu nah und nicht zu weit weg vom Pool. Schnell hin, reinspringen, wieder raus und zurück. So mag ich das. Denn dann muss ich nicht um 6 Uhr früh eine Liege mit Handtuch besetzen. Ich schlafe nämlich gern lange. Aber auch nicht zu nahe am Pool, denn da ist immer was los – von lachenden, planschenden Kinderhorden (meine mittendrin) über sportliche Aktivitäten (Wassergymnastik, Spinning, Zumba – alles mit entsprechender musikalischer Untermalung) bis hin zu den kulturellen Höhepunkten: den Abendveranstaltungen. Da tut es gut, wenn man sich aus der direkten Schallwelle der Lautsprecher zurückziehen kann. d) Und last but not least: Randplatz! Eigentlich Randplatz !!! (mit drei oder mehr Ausrufezeichen!) Ich kann diesen Punkt kaum stärker betonen. Randplatz = reduzierte Menge an Nachbarn und trotzdem mehr Quadratmeter. Ich habe keine Ahnung, wer sich bei der Anlage des Campingplatzes die Parzellierung ausgedacht hat, jedenfalls ist es nun mal so, dass die Randplätze der Reihen allesamt größer sind. Ich finde das wunderbar.

Wir stehen auf einem Randplatz der Reihe M. M wie Murmeltier. Das passt ganz gut bei der Menge an Stunden, die wir mit schlafen verbringen. Neben unserem gibt es noch 11 andere Parzellen in Reihe M – sechs auf jeder Seite des gepflasterten Mittelwegs. Die anderen Reihen sind ebenso aufgebaut: Mittig der Weg, links und rechts davon die Stellplätze. Dazwischen gibt es meist keinen weiteren Weg (auch keine Hecke oder ähnlichen Sichtschutz), so dass die linke Stellplatzreihe von N (wie Nashorn) an die rechte Stellplatzreihe von M direkt angrenzt. Da erschließt sich sicher schnell, weshalb ein Randstellplatz die Nachbarn-Anzahl erheblich reduziert.

Wir haben auf unserem Platz also nur drei direkte Nachbarn und zwei weitere Diagonalangrenzer. Das Kommen und Gehen auf diesen Plätzen war erschaunlich häufig. Schon acht verschiedene Mobilheimbesitzer haben wir gezählt, ich hätte weniger Fluktuation in den vergangenen 10 Tagen erwartet. Vor allem, da es leider immer die Nachbarn gingen, die mir am wenigsten auf die Nerven gefallen waren (im Gegensatz zu unserem direkt angrenzenden Nachbarn der rechten Stellplatzreihe L). Die Reihe L wie Löwe. Oder L wie Liebe Lebenslustige Italiener. Selbst Lambadatanzende Leute wären mir egal – es sind aber Leider aLarmanLagenbegeisterte WohnmobiLbesitzer. Leider nicht Lustig. Zugegeben – die haben ein richtig geiles neues Wohnmobil, Carthago, ca. 6m, vermutlich gut über 3.5t Nutzlast. Und dieses schicke neue Wohnmobil kommt mit einer brandneuen Zentralverriegelung samt Alarmanlage. Zucker!

Jedesmal wenn sie vom Strand, Einkaufen, Eisholen, Pullern (bayr.: Pieseln) wiederkommen, drücken sie auf ihrer kleinen Autofernbedienung einen kleinen Knopf und das ganze Wohnmobil blinkt an allen Ecken und Kanten orange-rot auf und macht „Brrlinggg“. Beim Aufsperren. Beim Zusprerren macht es stattdessen „Brrlinggg, Brrlinggg, Liiiinlininingggg“… Die ersten Tage war das einfach nur nervig, aber auch schnell wieder vergessen – so oft kam und ging die dreiköpfige Familie auch hin und her. Meist waren sie den Vormittag über weg, zum Mittag kurz da und wieder am Abend zurück. Dann aber hat der Papa mal (aus Versehen?) die Alarmanlage scharf gestellt. Die reagiert auf Einbrecher (logisch!) – aber auch auf Tauben, Piniennadeln und Fliegen. Der Platz ist großteils mit Pinienbäumen bepflanzt. Und jetzt darf geraten werden, was passierte, nachdem die Familie 10 Minuten zuvor zum Strand entschwunden war? Genau – es fiel eine Piniennadel auf das Wohnmobil. Vielleicht war es auch eine Fliege, die sich auf das HeKi Fenster gesetzt hatte…. und dann grellte für 15? Sekunden (gefühlte 5 Minuten) ein „LIIINIIINIIINNGGLIINLLINNGLINNNGILLLIIINIIILLIIII“ über die Ruhe und Stille der Reihen umher, dass es ganz aus war, mit der Urlaubsstimmung. Nein, nicht nur einmal. Die mittagschlafenden Kinder haben sich zwar nicht stören lassen, mein aufgeschreckter Ehegatte war Not Amused. Und ich auch nicht. Glücklicherweise gab es zu besagtem Alarmfestival grad mal wieder einen Wechsel bei den übrigen Nachbarn. Und weil es der Platzanweiser auch schwerlich überhören konnte, war dann am Abend nicht nur die Alarmanlage abgeschalten, sondern auch das „Brrlinggg“ beim Aufsperren. Nicht zu vergessen das „Brrlinggg, Brrlinggg, Liiiinlininingggg“ beim Zusperren. Statt dessen macht es jetzt ganz leise „krrnaackclaack“ – Wunderbar.